The University of New South Wales - Universität in Sydney .: Diese Seite ist ein Informationsangebot des Instituts Ranke-Heinemann zum Studieren in Australien :.
University of New South Wales, Sydney
Marie-Caroline Angly
Zu mir
Ich heiße Marie-Caroline Angly, bin 23, studiere Psychologie im Hauptfach und Marketing im Nebenfach und habe ein Semester an der University of New South Wales (UNSW) in Sydney studiert. Wieso ich mich für Sydney entschieden habe? Zum einen war die Uni eine Empfehlung von meiner Professorin, die selbst dort einige Semester studiert hat. Zum anderen wollte ich gerne mal das andere Ende der Welt sehen, meinen Horizont erweitern und meine Sprachkenntnisse verbessern – zudem bietet die UNSW eine wahnsinnig tolle Auswahl an Kursen an! Sydney ist eine kulturell vielfältige Metropole mit viel Charme.
Das Studium
In meinem Auslandssemester an der UNSW in Sydney habe ich – wie üblich – 4 Kurse (6x4 = 24 credit points) belegt. Diese waren sowohl undergrad (=Bachelor) als auch postgrad (=Master). Die Auswahl der Kurse ging problemlos von statten. Von Anfang an hat man vom Study Abroad sehr gute Hilfestellungen bekommen um sich zu Recht zu finden und den nötigen Papierkram zu erledigen.
In der ersten Woche haben die Professoren die Kursinhalte vorgestellt, sodass man von Anfang an sehr gut einschätzen konnte, inwieweit die Kurse zum eigenen Studium passen. Die Kurse waren recht groß (ca. 80 Personen), wobei ich BWL-Kurse belegt habe und dies für das Studienfach bezeichnend ist. Die Seminare waren dafür kleiner, sodass man oftmals in Gruppen eingeteilt wurde. Die Tutoren waren leider nicht so kompetent, wie man es aus Deutschland kennt. Teilweise gibt es Sprachbarrieren oder mangelhaftes Feedback.
Der Arbeitsaufwand ist um einiges größer als in Deutschland, aber dafür nicht unbedingt schwieriger. Ich musste im Laufe des Semesters mehrere „assignments“ abgeben (Hausarbeiten, Referate, Berichte, etc.), die am Ende gemeinsam mit der Abschlussklausur eine Abschlussnote ergeben. Um diese „assignments“ erfolgreich zu bearbeiten musste man kontinuierlich arbeiten und somit war die Zeit manchmal recht begrenzt.
Das Wohnen
Untergekommen bin ich in einem neu gebauten Studentenwohnheim auf dem Campus der UNSW, dem UNSW village. Insgesamt gesehen ist dieses Studentenwohnheim günstiger als die umliegenden Wohnheime, wodurch das Wohnheim sehr beliebt ist. Mittlerweile gibt es eine recht lange Warteliste. Daher muss man sich früh bewerben (Stand: Juli 2010). Leider ist dieses Studentenwohnheim, wie viele andere, ziemlich laut – vor allem am Wochenende.
Ich habe mit 5 Mädels in einer multikulturellen WG zusammen gewohnt. Es waren vertreten: Australien, USA, China, Indien, Vietnam und Deutschland. Wir haben uns super verstanden und oft was zusammen unternommen. Zur Ausstattung: Es gibt zwei Bäder für uns 6, sodass wir uns ein Bad zu dritt geteilt haben, was dank Putzplan wunderbar klappte.
Ich habe leider von Freunden aus dem Studentenwohnheim gehört, dass es bei ihnen nicht immer so glatt lief mit den Mitbewohnern. Daher sollte man sich früh bewerben, vorher seine Wünsche deutlich machen (meine waren „reine Mädchen-WG“ und „Nichtraucher“) und am besten auch ein bisschen Glück haben.
Das Studentenwohnheim bietet jeden Monat eine ganze Palette an Aktivitäten an, sodass es einem nicht schwer fällt, neue Leute kennenzulernen. Informationen zu den Aktivitäten hängen überall aus und man bekommt sie per Email zugeschickt. Sollte man darauf nicht achten, kann man bei Facebook der Studentenwohnheimgruppe beitreten und dort ebenfalls Informationen zu Aktivitäten bekommen.
Der Alltag
Anfangs war mein Alltag durch die Aktivitäten des Studentenwohnheims geprägt, und ich habe direkt viele Freundschaften geschlossen. Später habe ich mich auch nach Aktivitäten außerhalb des Studentenwohnheims umgeguckt. Wenn man an der O’Week teilnimmt, kann man vielen Gruppen beitreten (z.B. der Theatergruppe / es gibt zu jedem Studiengang eine Gruppe), die einem ebenfalls Aktivitäten anbieten. So bin ich regelmäßig zum Badmintontraining gegangen und habe an Cheerleading trainings teilgenommen.
Obwohl es durch den großen Arbeitsaufwand in manchen Wochen so stressig wurde, dass man sich überlegen musste, wann man einkaufen geht, Wäsche wäscht, etc., hatte man generell Zeit, sich zwischendurch mit Freunden auf einen Kaffee zu verabreden oder gemeinsam abends etwas zu unternehmen. Beispielsweise war ich öfter mit Freunden bei Theatervorstellungen der Uni-Theatergruppe oder unten im kleinen Studentenwohnheim-Café.
Das Reisen
In der mid-semester break (= eine Woche frei in der Mitte des Semesters) hatten wir die Möglichkeit, herum zu reisen. Ich bin mit einer Freundin die Ostküste hochgefahren mit Stopps in Brisbane, Hervey Bay (Fraser Island) und Airlie Beach (Whitsunday Islands). Brisbane ist eine tolle, ruhige und sehr saubere Stadt, der man es gar nicht glauben kann, dass sie ursprünglich ein Ort für besonders gefährliche Insassen war. Mit dem Greyhound Bus sind wir ein paar Stunden nach Hervey Bay gefahren, wo es (fast) nichts gab außer Strand. Dafür war die Safari auf Fraser Island ein Traum, vorausgesetzt man ekelt sich nicht zu sehr davor, 2 Tage am Stück nicht zu duschen. Fraser Island bietet traumhafte Kulissen mit Sanddünen, Trinkwasserseen und einem Champagner-Pool. Wenn man Glück hat bekommt man sogar freilaufende Dingos (ähnlich wie Hunde) zu sehen. Über Nacht haben wir wieder den Greyhound bis Airlie Beach genommen, wo uns ein subtropisches Paradies erwartet hat. Flora und Fauna wie in den Tropen, Lagunen und natürlich auch gefährliche Quallen im Wasser. Wer es sich leisten kann, sollte auf jeden Fall eine Segeltour durch die „Whitsundays“ machen, denn dafür gibt es nur ein Wort: paradiesisch! Sandstrände wie in der Werbung und Tauchen mit Nemo und Riesenschildkröten. Auf unserer Reise sind wir vielen Austauschstudierenden und Work & Travellern begegnet und viele neue Freundschaften geknüpft.
Im Semester haben wir hin und wieder ein Wochenendausflug zu den Blue Mountains, nach Canberra und nach Melbourne gemacht. Die Blue Mountains sowie den Featherdale Wildlife Park kann ich nur empfehlen. Melbourne ist ebenfalls wirklich einen Besuch wert. Worauf man allerdings meiner Ansicht nach verzichten könnte ist Canberra, da diese geplante Hauptstadt absolut keinen Charme besitzt.
Wer noch mehr sehen will, z.B. die Westküste, den Norden oder das Landesinnere, der sollte sich vor und nach dem Semester einige Wochen dafür einplanen. Australien ist ein großes und daher sehr vielfältiges Land, für das man einige Zeit braucht, um es zu erkunden. Auf jeden Fall kann man sagen, dass es sich lohnt, nach Australien zu fahren!
Erfahrungsbericht - Jasper Meyer zu Riemsloh
Erfahrungsbericht UNSW Sydney März 03
Nun, hier folgt ein kurzer Erfahrungsbericht über die ersten Wochen meines Aufenthalts in Sydney und die Vorbereitungsphase.
Es fing an mit dem Visum, da ich mein Examenszeugnis erst relativ spät hatte, erhielt ich auch die CoE erst im Januar, dementsprechend spät stellte ich den Visumsantrag. Eigentlich hätte dies kein Problem darstellen sollen, es gibt schließlich das Online Visum. Aus den veranschlagten drei Tagen wurden dann jedoch drei Wochen und ich erhielt mein Visum erst nach mehrfachen Email Anfragen drei Tage vor meinem Abflug. Damit war der erste Stress also bereits ausgestanden. Anzumerken ist hier, daß alle Leute die das Online Visum haben zur ärztlichen Untersuchung mußten, die Leute mit den „normalen“ Visa jedoch nicht. Der Grund dafür ist mir nicht klar, aber vielleicht hilft die Info.
Die vorläufige Unterkunft: Für all jene, welche nicht in einem Apartment/Wohnheim der Uni wohnen, stellt sich die Frage wo man am Anfang unterkommt. Die direkte Wohnungssuche über das Internet aus Deutschland hat sich, zumindest in meinen Augen, nicht als sehr praktikabel erwiesen und daher braucht man wohl erstmal ein Hostel oder ähnliches. Die UNSW bietet Studenten den Service an ein Hostel zu mieten, jedoch muß man $ 50 Gebühr bezahlen und die Kosten des Hostelaufenthalts waren auch höher als in anderen Hostels. Mein Tip ist, einfach bei Yahoo Australien nach Hostels in Sydeny zu suchen, man kann idR auch gleich online buchen. Wenn man erstmal vor Ort ist, findet man relativ schnell etwas zum wohnen, alle Leute die ich getroffen habe hatten innerhalb einer Woche etwas gefunden. Die Wohnungssuche läuft einmal über Aushänge an der Uni und ferner gibt es einen Service der Uni, der internationale Studenten unterstützt (Anzeigen werden gesammelt, man kann von dort aus telefonieren, etc.). Es gibt viele möbelierte Zimmer und Wohnungen, so daß man sich im vorhinein nicht große Sorgen machen muß. Die Kosten liegen momentan zwischen $ 130 und 200 pro Woche, wobei der Schnitt bei ca. $ 150 liegt (für ein WG Zimmer).
Um sich einzuleben und andere Leute zu treffen sollte man, meiner Meinung nach, an den Veranstaltungen des ISS (International Student Service) teilnehmen. Es gibt Touren durch die Stadt, BBQ´s, Parties, etc. Man trifft dort ziemlich fix Leute denen es genauso ergeht wie einem selbst. Man ist neu und kennt niemanden, wie am Anfang des Studiums in Deutschland. Diese Veranstaltungen finden in den ersten beiden Wochen vor den Vorlesungen statt, so daß man versuchen sollte zwei Wochen vor dem Uni Start einzutreffen (dann hat man auch Zeit sich ein wenig die Stadt anzuschauen).
Was ich noch empfehlen möchte ist, daß man sich die veschiedenen Clubs an der Uni mal näher anschaut. Es gibt für so gut wie jeden Geschmack irgendeine Vereingung und man lernt bei deren Aktivitäten schnell nette Leute (auch mal Australier) kennen. Ferner haben die ziemlich gute Parties.
Die Leute an der Uni sind bemüht einem soviel es geht zu helfen und einem die nötige Unterstützung zu geben. Grundsätzlich ist die Eingewöhnung hier gut zu bewältigen und, da kann ich mich nur wiederholen, man sollte sich vor dem Start nicht zu viele Sorgen machen.
Ich wünsche euch allen viel Spaß,
Jasper
Ehemalige und derzeitige Studierende treffen sich im 4A Club.
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